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1 Einleitung

Das Internet dient weltweit einer stetig wachsenden Anzahl an Menschen, als größte Informationsquelle. Es ist aber auch ein relevanter Bestandteil geschäftlicher Beziehungen geworden. Der Stellenwert des E-Commerce ist enorm gewachsen. Viele Geschäftsmodelle nutzen das Internet als Verkaufskanal. Online-Shops fungieren mittels ihres virtuellen Geschäftslokals informationsgebend und können über diesen die gesamte Geschäftsabwicklung durchführen.

Der elektronische Handel mit Waren eröffnet den Menschen eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten, so kann nicht nur aus einer breiten Produktpalette gewählt und entschieden werden, sondern auch theoretisch die ganze Welt zum Erwerb eines physischen Produktes genutzt werden.

Aufgrund der gewachsenen Anzahl an Wahlmöglichkeiten und des gestiegenen Wettbewerbs, steigen auch die Anforderungen der Kunden an einen Online-Shop. Die Kunden entscheiden dabei aufgrund komplexer Mechanismen, welche Produkte in welchem Shop gekauft werden. Einen der wichtigsten Entscheidungsgründe stellt aber die Usability, also die Nutzerfreundlichkeit der Webshops, dar. Es ist also kein Zufall, dass die finanziell erfolgreichsten Online-Shops auch jene sind, die in Usability-Studien am besten abschneiden.

1.1 Problemstellung

Ende des Jahres 2000 gab es circa 25 Millionen Websites. Im Jahr 2002 waren es bereits rund 100 Millionen weltweit. Dem Benutzer steht dadurch eine enorme Anzahl an Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung, um seine Wünsche zu befriedigen. Ist eine Webseite schlecht zu bedienen, wird der Benutzer eine andere Seite besuchen um an sein Ziel zu gelangen.1

Steve Krug beschreibt das Problem folgendermaßen: „Wenn etwas schwer zu benutzen ist, benutze ich es nicht oft.“ 2

Die Herausforderung für Webshopbetreiber besteht darin, jene Informationen zu bieten die den Erwartungen des Kunden gerecht werden. Die Suche und die Darstellung der Produkte werfen in der Praxis immer wieder neue Fragen auf und bieten nur unbefriedigende Ergebnisse. Was bleibt sind Unzufriedenheit und Frust. Der Kunde ist gezwungen die Produkte selbst, oder Informationen an einer anderen Stelle zu suchen.

Jakob Nielsen sieht dies wie folgt: „Die Person an der Maus hat jegliche Entscheidungsfreiheit. Es ist höchst einfach, andere Anbieter zu finden- sämtliche Mitbewerber in der ganzen Welt sind nur einen Mausklick entfernt.“ 3

Die nutzerfreundliche Darstellung und Suche von Produkten in Online-Shops sind daher erfolgsnotwendige Bestandteile der Webshop-Usability und stellen daher wesentliche Elemente für den Erfolg eines Online-Shops dar.

1.2 Ziele

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es Richtlinien nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der Usability zu erstellen. Anhand dieser können Produkte vorteilhaft in Online-Shops dargestellt werden und auf möglichst einfache Art und Weise vom jeweiligen Kunden gefunden werden.

Durch die Verbesserung der Darstellung und Suche und damit einer Erhöhung der Usability können höhere Umsätze von Unternehmen erzielt werden, da der Endkonsument lieber, respektive öfter in einem bestimmten Online-Shop einkauft.

1.3 Gliederung und Aufbau

Beginnend gibt diese Arbeit eine kurze Einführung in die Usability und beschreibt die Bedeutung sowie die Einflussfaktoren für die Webshop Usability.
Das Kapitel „Suchfunktionen für Online-Shops“ beschreibt verschiedene Arten der Suche, was sich die Benutzer erwarten, bzw. wie sie sinnvoll bei ihrer Suche unterstützt werden können. Anhand von Beispielen werden die Ausführungen verdeutlicht.

Das letzte Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit der zweckmäßigen Darstellung der Produkte, geht auf einzelne Konventionen ein und beleuchtet die verschiedenen Funktionen, die Produkte einnehmen können. Beispielhaft werden positive und negative Darstellungsformen erläutert.

1.4 Abgrenzung

In dieser Betrachtungsweise werden auf allgemeine Gestaltungsrichtlinien und Merkmale für Webshops verzichtet.

Die Accessibility, also der Barrierefreiheit in wie weit eine Internetseite unabhängig von körperlichen oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt genutzt werden kann, wird in dieser Arbeit nicht berücksichtigt.4

Innerhalb der Suchmöglichkeiten zur Produktsuche wird auf komplexe Suchalgorithmen zur Auflösung von Keywords, wie sie beispielsweise von Suchmaschinen verwendet werden, nicht eingegangen. Navigationslinks und Navigationselemente, die ein User zur Suche nach dem gewünschten Inhalt benützen könnte, bleiben unerörtert. Die behandelten Suchfunktionen beziehen sich auf die jeweilige seiteninterne Suche. Die suchmachschinenfreundliche Aufbereitung der Artikel wird ebenfalls nicht behandelt.

Kosten die bei der Neu- oder Umgestaltung, bzw. fortwährend zur Aufbereitung der Darstellung, oder zur Verbesserung der Suchergebnisse anfallen, finden innerhalb dieser Arbeit keine Berücksichtigung.

 


1 Vgl. Nielsen,2004, S. 10.
2 Krug, 2002, S.9.
3 Nielsen,2004, S. 9.
4 Vgl. Kollmann, 2007, S.168.

 

 

 

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